Schweizer Alpentour – der Aufstieg!

Vor wenigen Monaten wurde ich gefragt, ob ich nicht auf eine Tour in die Alpen mit möchte. Zuerst war ich skeptisch, denn auch wenn ich viel wandere, sind die Alpen doch schon eine gewaltige Hausnummer. Zaghaft sagte ich „damals“ schon zu. Nach dem Gardasee-Urlaub war ich ja so beeindruckt von den Bergen,  dass ich mich dann sehr auf die Wanderung, geplant Anfang Juli, freute. Ich flehte heimlich Petrus an, dieses Mal Erbarmen mit uns zu haben – und er erhörte mich 🙂

Über das „Packdrama“ zuvor berichte ich besser nicht, war ich mal wieder überfordert – aber ich werde ja immer besser 🙂 Von einem Hüttenschlafsack hab ich zuvor noch nie gehört, ich gestehe, und ich entschied mich für das teuere, dafür aber sehr leichte Modell aus Seide – sehr empfehlenswert!

So ging es dann freitags zu fünft los – der hinterhältige Männerschnupfen hat leider am Vortag zugeschlagen und den Sascha ausgeknockt!

Unser Ausgangspunkt bzw. erste Unterkunft war das Gasthaus Piz Calmot, am Oberalppass. Dieser verbindet die Schweizer Ortschaften Disentis/Muster im Kanton Graubünden mit Andermatt im Kanton Uri. Das Gasthaus war sehr gemütlich, das Sechsbettzimmer mit Dusche und WC auf dem Flur waren ok, v.a. gab es „richtige Betten“ 🙂 Zum Glück hatte ich Ohrstöpsel dabei…Das Frühstück war auch in Ordnung, Preis 62,50 Franken pro Person dagegen schon ordentlich. Die Tour startete morgens von hier aus, auf 2048m. Ziel war die Badushütte, welche auf 2505m liegt. Freitag Abend kamen wir recht spät an, so dass ich am Samstag Morgen noch geschwind folgende Aufnahmen machte:

Neben dem Wasserfall war diskret auch der Bahnverkehr zu hören, kommt man in der Wintersaison nur per ÖV hier hin. Im Gasthaus hieß es, das Wetter würde nicht so gut werden wie angesagt, man sieht auf den Fotos die vielen Wolken. Und wieder schickte ich einen Wunsch ans Universum – und ein Stoßgebet zu Petrus 😉

Vom Gasthof aus sah ich einen steil ansteigenden Weg über die Wiese und hoffte insgeheim, dass wir dort NICHT hochmussten! Auch diesbezüglich hatte ich Glück 🙂 Der Weg ging kurz an der Straße entlang, bis wir stetig bergauf bei herrlichem Sonnenschein, unglaublich schöner Aussicht und wahnsinnig grünen Wiesen wanderten! Aber schaut selbst:

Der Weg war sehr abwechslungsreich wie man sieht, z.T. musste ich nach den Markierungen kurz suchen, erschloss sich der weitere Weg nicht sofort.

Vor dem letzten Anstieg machten wir kurz am „Lai da Tuma“ Pause, um uns für einen der beiden Wege zu entscheiden – den Zuschlag bekam natürlich der steile, steinige Weg 😉 Stets das unglaubliche Panorama vor Augen stand die Kamera natürlich kaum still! Noch heute bin ich zutiefst beeindruckt, wenn ich mir die Fotos anschaue!

Die Badushütte vor Augen ging es aber noch zu einem Fotostop wenige Meter weiter nach oben.

Nach „nur“ ca. 6km und 500 Höhenmetern kamen wir leicht außer Atem, dafür glücklich an der Hütte an 🙂 An diesem Tag wechselte der Hüttenwart, erwartete uns eine sehr nette, vierköpfige Familie und versorgte uns mit kalten Getränken und mich mit einer Gemüsecremesuppe mit Würstchen – sehr lecker!! Danach genossen wir die Aussicht, besichtigten unseren Schlafplatz – ein Matratzenlager mit 16 Plätzen – scheinbar noch sehr überschaubar und überlegten, welche „Zusatztour“ wir wohl angehen. Ok, dass Alex sympathisch verrückt ist, hab ich zuvor gehört, die Stories von der letzten Wanderung inkl. Zusatztour klang schon anstrengend, aber wie schlimm konnte es schon werden?? Dazu mehr im nächsten Bericht, der in Kürze folgen wird 🙂

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.