Botanischer Garten Berlin

Meine Wandergruppe traf sich dieses Jahr zum ersten Mal, insgesamt zum vierten Mal. Im November 2014 kletterten wir über den Karlsruher Grat, im April 2015 ging es nach Mainz, den Rheinsteig entlang, und im Oktober 2015 quälten wir uns (außer Jan, der vorauseilte und oben geduldig auf uns wartete) in Heidelberg die Himmelsleiter hinauf (1200 Stufen!!!). Das nächste Ziel war Berlin 🙂 Ok, wandern in Berlin? Ja, das geht, wir liefen ein Teil des „Berliner Mauerweg“ – Bericht folgt noch. Wir treffen uns immer Freitag bis Sonntag, dieses Jahr beschloß ich, erst Montag zurück zu fliegen, um mir noch den Zoo anzuschauen – Bericht folgt noch 🙂

Sonntag ergab sich, dass ich nach einer Velo-Fahrt mit H. in den Botanischen Garten fahren konnte. Das Wetter war besser wie vorhergesagt, trocken, wenn auch sehr sehr kalt!

Der Botanische Garten ist 43 ha groß und gehört somit zu den größten der Welt. Mir war klar, dass ich es wohl nicht schaffen werde, ihn ganz zu erkunden und die knapp 20000 Pflanzenarten zu entdecken :-O

Auf den ersten Metern wurde ich bereits von folgenden Blüten in den Bann gezogen:

Was ich noch nicht gesehen habe bisher, sind die „Atemwurzel“.

Diese „sind Strukturen, die vom unterirdischenWurzelsystem einiger Sumpf- oder Mangrovenbäume ausgebildet werden. Durch negativ gravitropes (der Schwerkraft entgegengerichtetes) Wachstum durchbrechen sie die Bodenoberfläche. Bäume mit Pneumatophoren wachsen in wassergesättigten, sauerstoffarmen Böden. In diesen Böden kann der Sauerstoff-Bedarf des Wurzelgewebes nicht allein durch Diffusion aus der Umgebung der Wurzeln gedeckt werden; die Pneumatophore dienen den Pflanzen als Atemwurzeln“ (wikipedia).

Danach zog es mich direkt in die Gewächshäuser, in welchen man sich fast verlaufen kann. Sie gehen ineinander über, sicherlich habe ich einen Bereich verpasst. Auf die Orchideenhalle habe ich allerdings nach dem Besuch der Ausstellung auf der Insel Mainau bewusst verzichtet.

Sie sind nach verschiedenen Bereichen unterteilt, u.a. gibt es ein großes Tropenhaus, tropische Nutzpflanzen, Sukkulente Pflanzen Afrikas, Australien und Neuseeland usw. usw.

Es war recht wenig los, so dass ich gut durchkam und in Ruhe fotografieren konnte. Ein Vater bewegte sich mit seinem Sohn sehr zügig durch einen Bereich, zeigte im Vorbeigehen auf fleischfressende Pflanzen und meinte zu ihm: „Das sind Orchideen“…ähm…ja…ich schaute noch mal irritiert hin. Eine Angestellte lief zufällig vorbei und korrigierte ihn und meinte, dass es da doch stehe, er seinem Sohn nichts falsches beibringen soll – recht hat sie, finde ich.

Hier eine „kleine Auswahl“ meiner Fotos aus den Gewächshäusern:

Nach der angenehmen Wärme in den Gewächshäusern ging es wieder in die Kälte, aber zunächst direkt in das schöne Café zur Stärkung. Ich entschied mich, draußen zu sitzen, mit herrlichem Blick, da die Sonne sich gerade blicken ließ 🙂

Danach ging es „in die Berge“ 😉

Zugegebenermaßen wurden die Beine langsam schwer, aber ich wollte mir noch einiges anschauen, u.a. den Japanpavillon. Der Weg dahin führt an dem Kamtschatka-Aronstab vorbei, der mir sehr gefiel.

Wunderschön blühen die japanischen Kirschblüten, an denen wirklich jeder stehen blieb, um sie zu bewundern – und natürlich zu fotografieren 😉

Sehr schön ist auch die Baumvielfalt! Immer wieder kommt man an einem Teich oder See vorbei. Hier sah ich auch einen Fuchs, doch der war dann doch zu schnell wieder verschwunden – schade!

Die Zeit schritt auch voran, und ich machte mich langsam auf den Rückweg – nach knapp 3,5 Stunden. Eine absolut richtige Entscheidung, denn als ich an der Bushaltestelle stand, fing es an zu schneien. Ein nettes japanisches Pärchen kommentierte dies mit „oh look, snow“ – „really?“ – „yes, it´s white“ 🙂

Fazit: Der Botanische Garten ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert!

 

Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt
Khalil Gibran 1883 – 1931

 

 

 

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