Wild- und Wanderpark Silz

Warum in die Ferne schweifen…Auf Kurzbesuch in der Pfalz überlegte ich, was ich mir spontan anschauen und natürlich fotografieren könnte. Ich weiß gar nicht, warum mir der Park nicht schon viel früher eingefallen ist. Zuletzt war ich dort – hm- ich erinnere mich noch sehr gut: Als die Zwillinge meiner Schwester noch im Kinderwagen lagen, und die andere Schwester sie mühsam im Schnee(matsch) berghoch und wieder herunter schob. Und die Kids werden im Januar 13 Jahre alt! Also fuhr ich nach Silz in den Wild- und Wanderpark, mit gutem Schuhwerk im Kofferraum.

Am Eingang befinden sich Kiosk, Restaurant, ein Spielplatz und -natürlich- Ziegen, die einfach so zu einem kommen und auf Futter hoffen 🙂

Bereits rechter Hand sah ich von weitem, wie ein Hirsch aus vielleicht 3 m Entfernung von einem Besucher mit dem Handy fotografiert wurde. Da musste ich natürlich sofort hin! Bis ich allerdings den Berg erklommen hatte, hatte sich das Wild schon wieder entfernt, schade. Oben angekommen ging es durch das erste Waldstück, und auch hier kamen mir Ziegen und Rehe entgegen, mehr oder weniger kamerascheu.

Durch das Waldstück hindurch ging es erneut den Berg nach oben, und was mich dann erwartete, ließ mich aus dem Staunen nicht mehr herauskommen.

Nicht zu überhören war das Geröhre der Hirsche. Was mir spätestens da bewusst wurde: Es ist  Brunftzeit! Ich befand mich im Rotwild Freigehege mit scheinbar mehreren Rudeln und einigen, sehr beeindruckenden Hirschen. Auf dem Waldweg links zu sehen:

 Rechts oben sah ich zwischen den Bäumen die „Damen“, die interessiert mein Verhalten beobachteten.

Oben angekommen erstreckte sich ein riesiges Gehege vor mir. Die anderen Parkgäste dort waren mit Kastanienaufsammeln beschäftigt, so wagte ich mich alleine den Weg weiter, vorbei an röhrenden oder auch ein Nickerchen haltenden Hirschen.

Ich konnte quasi zuschauen, wie die Augen und der Kopf immer schwerer und schwerer wurden, herrlich! Im Gegensatz zu diesem Hirsch war ein weiteres Tier sehr aufgeregt und rannte den weiblichen Tieren hinterher – die wollten „die Seite wechseln“, denn links vom Weg befand sich ein weiteres Rudel inklusive Hirsch. Ich traute mich kaum, weiterzugehen, da er mir den Weg versperrte.

  Es war aber dann doch nicht ich, für den er sich interessierte, sondern eben für den Hirsch des anderen Rudels, welcher, sobald ich weitergelaufen war, auch tatsächlich nach unten lief und die beiden einen kurzen, aber heftigen Kampf hinlegten – nachdem sie sich zuerst ordentlich Rufduelle lieferten.

So kam ich tatsächlich zu einem Brunftkampf und konnte ihn festhalten.

Ich war schwer beeindruckt – und bin es immer noch!

Weiter auf meinem Weg, es ging mal wieder nach oben, durfte ich ein schönes Rudel sehen

Das eine oder andere Tier ging „eigene Wege“

Der dazugehörige Platzhirsch:

Auf dem Weg nach unten kam ich an diesen (beiden) vorbei:

Die Hirsche verlieren übrigens während der Brunftzeit bis zu einem Viertel ihres Körpergewichts – kein Wunder, dass so mancher erschöpft aussah.

Nach einem kurzen Waldstück kam ich an einen schönen Spielplatz mit angrenzendem Damwild Freigehege. Das Wild war hier überhaupt nicht scheu, sie ließen sich aus der Hand füttern, schnappten sich auch schon mal von Besuchern etwas von der Bank oder liefen hinterher.

Sehr lustig waren auch die weißen Gänse, v.a. deren Geschnatter und Gezeter. Ich finde sie auch sehr sehr hübsch, v.a. den tollen „Kajal“…

Was ich aus der Ferne zwar noch nicht sehen, dafür riechen konnte, war das Wildschweingehege. Die Frischlinge waren ja sowas von putzig, wirklich sehr süß, aber auch sooo schnell, dass ich keins davon erwischte 🙁 Dafür die ausgewachsenen Tiere, wenn auch im Schlaf:

Man beachte die sandige Schnauze, mit denen sie auch an meinen Händen schnüffelten.

Gegen Ende schaute ich bei den Polarfüchsen

und den Wölfen vorbei.

Die Wölfe kann man von einem tollen Turm aus beobachten…beim Gähnen…Schlafen.. 😉

Auf dem Weg zum Ausgang kommt man noch an Wisent, Minipferden, einem Gehege mit Kaninchen und Meerschweinchen und den freilaufenden Ziegen vorbei. Ein Reh verabschiedete mich auch noch: Sehr goldig! Aber: Es sind Wildtiere und keine Kuscheltiere, auch wenn das eine oder andere wirklich sehr flauschig aussah, darauf wird man auch mehrmals im Park hingewiesen. Ebenso, das Wild nicht zu stören, gerade wenn man sie aus so geringer Entfernung und ohne Zaun (!) beobachten darf. Find ich sehr gut!

Übrigens: In diesem Park sind 400 Tiere aus 15 europäischen Arten zu Hause – ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle! Ich durfte an diesem Tag wirklich sehr viel sehen und die Natur und die Tierwelt bestaunen!

Manchmal bin ich doch auch ein Glücks->

 

1 Kommentar auf “Wild- und Wanderpark Silz

  1. Oh wie schön.da kommen Kindheitserinnerungen hoch.der Park is immernoch sehr schön. Und die Bilder wie immer toll! Ich liebe es deine Beiträge zu lesen, mit deiner Stimme in meinen Ohren.toll Schwester!!!

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