Der Jägerweg – endlich Murmeltiere!!

Heute stand der „Jägerweg“ auf dem Programm. Mit 14km als eher „leicht“ eingestuft, wobei ich ihn auch schon als „mittel“ gesehen habe online 😉 Start passenderweise in Arabba. Man könnte auch mit dem Bus den Campolongo Pass hoch fahren, aber der fährt erst gegen 9.30 Uhr. Und da es ab Nachmittag wieder regnen sollte, liefen wir einfach morgens um ca. 8.30 Uhr wieder los. Der Weg mit der Nr. 638 geht am rauschenden Bergbach entlang, was sehr entschleunigte 🙂 Das war wichtig, ging es doch gleich recht steil hoch. Der Weg sah aus wie ein trockenes Flussbett…sehr steinig, steil und rutschig, da es am Tag davor ordentlich regnete (und auch donnerte).  Wir hörten schon bald Kuhglocken, sahen aber keine Kühe. Diese tauchten dann alsbald auf, leider mitten auf dem Weg. Puh, ich hab wirklich Respekt vor ihnen, und Frank las grad wieder, dass Wanderer von Kühen angegriffen worden seien. Sie schauten z.T. auch wirklich aggressiv 😉 😉 Also nichts wie unauffällig und schnell an ihnen vorbei. Nach der „Absperrung“, kurz vor dem Pass, schaute ich nach rechts…auf einem Felsen saß ein Murmeltier 🙂 🙂 Endlich!! Juchuuuu! Es verließ den Stein, rannte nach unten, zu einem weiteren Stein, und siehe da, da saßen tatsächlich bis zu 6 Murmeltiere, beobachteten die Kühe, den Straßenverkehr, wie witzig! Wie die zwei aufm Balkon bei der Muppetshow 🙂 Und ich hatte mein Teleobjektiv nicht dabei, verdammt!! Naja, ich erwischte sie trotzdem 🙂

 

Am Pass angekommen, sind wir wohl am falschen Hotel den Weg hoch, wobei da auch „Berghütte Cherz“ stand. Aber so mussten wir nicht über einen Schotterweg hoch, sondern schön auf einem schmalen, steilen Steig nach oben. Mit herrlichen Ausblicken auf den Sellastock und den Piz Boe. Herrliche Wiesen, ich war nur am Niesen 😉 Aber egal, die Aussicht entlohnte. Ein Sessellift führt direkt zur Berghütte, aber es war noch früh am Morgen, so dass noch nichts los war. Also schnell Stempel abgeholt, Fotos gemacht, und…Frank zeigte mir die Kostner-Hütte, welche für den nächsten Tag auf dem Wanderprogramm stand. Ich hab lange gebraucht, bis ich sie mit dem Fernglas gefunden habe, da sie farblich perfekt zum Gestein passt. Puh, die liegt ganz schön hoch. Mal sehen, ob/wie ich da hoch komme (vielleicht ENDLICH mit dem Sessellift :-)).

Die Kostnerhütte; na, entdeckt?

Als nächste Hütte lag die Berghütte „Incisa“ auf dem Weg. Zuvor ging es durch den Wald auf schmalem, matschigem Pfad, sehr abenteuerlich.

Danach ging es hinab durch eine wuuuuunderschöne Wiese!! Von weitem sah man schon die Hütte, aber wir wurden dort nicht bedient…11.30 gibt es dort noch kein Essen…und auch sonst wollten sie wohl kein Geld verdienen, was letztlich unser Glück war. Wir kehrten dann einfach ein paar Meter weiter in die „La Marmotta“ ein. Eine wunderschön angelegte Hütte mit großem Spielplatz, Hasen und einer schönen Terrasse.

Hier aß ich meine ersten …Mist, jetzt hab ich doch den Namen vergessen, grrrrrr. Hausgemachte Blätterteigtaschen mit Quark und Spinat gefüllt, eigentlich eine Vorspeise, mit den Händen gegessen – lecker!! Franks Gemüsesuppe sah auch lecker aus. Mit herrlichem Blick auf die Marmolada genossen wir unser Essen.

Und schauten zu, wie die Wolken sich immer mehr auftürmten – zum Glück nicht über uns. Diese Hütte war auch gleichzeitig Halbzeit, so ging es nach der Pause gemütlich über den Wanderweg Nr. 3 (auch Jägerweg genannt) zurück zum Pass. Der Weg ist leider auch eine Radstrecke, so dass uns so mancher Biker überholte – ohne zu klingeln natürlich, grrrrrrr. Aber es ist zum Glück nichts passiert. Der Weg ging viel durch den Wald, fast wie daheim 😉 Am Pass angekommen wurden wir von „Mauro“ aufgehalten, der eine Umfrage machte bzgl. Schutz des Nationalparks etc., die 5 Minuten hatten wir noch 🙂 Da der Bus erst eine Stunde später fuhr, beschlossen wir, den Weg nach Arabba zu wandern. Ich war natürlich gespannt, ob die Murmeltiere noch da waren – und die Kühe. Die Kühe waren dieses Mal weiter oben, nicht mehr auf dem Weg, puh. Die Murmeltiere ließen etwas auf sich warten, aber schon bald kamen sie aus ihren Höhlen gekrochen, schööööön!!! Hach, ich hätte noch ewig zuschauen können!!

Der Weg hinab war wirklich steil und rutschig, aber wir hatten Zeit, der Himmel war zwar bedeckt, aber es gab noch blaue Stellen, und Regen war nicht in Sicht. Und wir waren schneller unten als gedacht 🙂 Noch schnell eingekauft (Schokolade!!), und ab ins Appartement. Als ich eine Stunde später aus der Dusche kam (natürlich mussten noch die Fotos gesichtet und die Tour aufs Handy gezogen werden), dachte ich, Frank hat die Vorhänge zugezogen, weil es so dunkel war. Falsch gedacht, es regnete wie verrückt! Also alles mal wieder richtig gemacht 🙂

Meine App zeigte an: 16,5 km, An- und Abstieg 741m, höchster Punkt 2080m, 4 Stunden und 36 Minuten.