Wanderung Monte Altissimo, Monte Baldo

Ein Highlight des Gardaseeurlaubes sollte die Wanderung am vorletzten Urlaubstag sein, die Wanderung auf Monte Altissimo und Monte Baldo. Der Monte Altissimo di Nago ist mit 2078 m einer der höchsten Gipfel im nördlichen Teil des Monte Baldo Bergrückens. Die Durchführung der Tour war natürlich stark vom Wetter abhängig, und die Aussichten waren nicht sehr rosig. Bei den vier vorherigen Wanderungen wurden wir wiederholt mehr oder weniger naß, ließen wir uns die Laune dadurch jedoch nicht vermiesen. Aber was diese Tour betraf, bibberte ich wirklich sehr und flehte Petrus in Gedanken mehrmals an, gnädig mit uns zu sein. Da die Tour auf den Teide auf Teneriffa wegen des Wintereinbruches nicht statt fand, hoffte ich sehr auf diese Wanderung.

Und siehe da: Das Wetter besserte sich 🙂 Nachträglich noch ein lieber Gruß an Petrus, zumindest für das Wetter bis kurz vor die Station der Seilbahn…

Wir fuhren mit einem Taxi auf 1617m hoch zum Hotel San Giacomo, unserem Ausgangspunkt, bereits oberhalb der Baumgrenze.

Wir waren nicht alleine unterwegs, vor uns schob eine österreichische Schulklasse ihre Bikes den Berg hoch:

Zuerst dachte ich „oha, das kann ja was werden“, aber der Weg war gut zu laufen, es machte mir richtig Spaß, und ich war positiv über meine Kondition überrascht. Hier ein paar Impressionen 🙂

Zwischendurch unterhielt ich mit einem jungen Mädel der Bikergruppe, freute diese sich schon darauf, später den Weg hinunter zu rasen. Auf 1990m eröffnete sich uns ein Blick auf den Gardasee, stoppten Karen und ich hier und schossen Erinnerungsfotos – traumhaft! Ich kann nicht ausdrücken, wie gut ich mich fühlte, verstärkt noch durch das Zwitschern der Vögel und der Murmeltiere.

Auf 2096m erreichten wir dann glücklich und tief beeindruckt die Berghütte Damiano Chiesa.

Die Hütte sieht sehr urig aus und war sehr gemütlich. Zwar freute ich mich auf die Apfelschorle, gleichzeitig dachte ich, dass wir nicht zu lange dort verweilen sollten, waren wir den Wolken doch stets nur knapp voraus.

Auf Höhe der Hütte kraxelten wir noch umher, auch durch Schnee 🙂 auf Facebook hatte ich das zuvor schon gesehen, aber nicht gedacht, dass wir auch noch was davon haben 😮

Nach dem Fotostopp ging es ca. 300m den gleichen Weg wieder zurück, bis wir auf einen Weg abbogen, welcher immer schmaler wurde, stetig bergab ging und in einen Trampelpfad mündete. Der Vorteil: Hier kreuzte kein Biker unseren Weg 🙂

Und dann hatten sie uns eingeholt, die Wolken – oder war es doch Nebel? Aber das tat der Stimmung nach den vorigen Eindrücken keinen Abbruch!

Der Weg war abwechslungsreich, ging über die Wiese, durch den verwunschen aussehenden Wald und auf recht schmalen Pfaden. Durch den vielen Regen war es nicht ganz ungefährlich und sehr anstrengend, spürte ich nach einer Weile meine Knie. In Gedanken fügte ich „Wanderstöcke“ auf meine Outdoreinkaufsliste hinzu.

Nach dem anstrengenden Abstieg von ca. 600 Höhenmeter (!!)  kehrten wir hier ein und gönnten uns…eine Portion Pommes 🙂 draußen gab folgenden Ausblick:

Gestärkt ging es weiter – natürlich stetig bergauf, wir wollten ja auf den Gipfel!

Wie man sehen kann war der Weg sehr rutschig und matschig, es gab jedoch keinen „Zwischenfall“ meinerseits…(ich werde noch berichten auf dem Weg zum Ledrosee). Nach ca. 400Höhenmetern näherten wir uns dem Gipfel des Monte Baldo bzw. der Station der Seilbahn auf 1800m. Wir nahmen ausnahmsweise die Straße, da der geplante Wanderweg unter diesen Wetterbedingungen unbegehbar war. Im wahrsten Sinne auf den letzten Metern fing es wieder an zu tröpfeln, zuerst harmlos, so enstand folgendes Foto: Da waren wir noch relativ entspannt, was sich dank eines plötzlichen Regengusses ganz schnell änderte. So schnell konnte ich die Regenjacke nicht auspacken, war ich schon pitschepatsche naß. Zum Glück waren es dann nur noch ca. 300m geschätzt bis zur Seilbahn, was ich nicht wissen konnte, da der Nebel sie quasi verschluckt hatte, sie ganz plötzlich vor uns auftauchte.

Sonst hätte ich mir die Regenjacke-Auspack-Aktion gespart. Ok, hier brach die Stimmung dann doch ETWAS ein, wollten wir ursprünglich noch weiter nach oben zum Gipfel wandern.Wäre das Wetter klar gewesen, hätten wir  einen tollen Blick gehabt – so blieb uns nur der Blick auf das Schild:

Schön wärs gewesen!! 🙁

Wir erwischten zum Glück die nächste Gondel – ich hätte nicht gedacht, dass die wartenden Menschen alle hineinpassen! Ausgerichtet ist die Panoramagondel, welche sich sogar langsam dreht, für maximal 80 Personen, gefühlt waren wir auch so viele. Sehr lustig war das gemeinsame „ooooh“, als wir über den ersten Pfeiler ratterten, fast wie in der Achterbahn 🙂 Angekommen an der Mittelstation: Das schönste Wetter!! Sonne, und es war es richtig warm! Da die Gondel von unten zur Mittelstation kleiner ist als die von der Mittelstation nach oben, hier passen max.45 Personen rein, wurde unsere große Gruppe auf zwei Gondeln aufgeteilt. Dank eines technischen Defektes an der Sprechanlage unserer Gondel mussten wir warten und konnten so wenigstens trocknen – und natürlich Fotos machen 😉

In Malcesine angekommen entschieden wir uns, nicht den ersten Bus zu nehmen, sondern zum Hafen zu schlendern und uns ein zu gönnen 🙂

Vom Hafen gibt es übrigens kein Foto, da mir die Ecke, wo wir uns befanden, nicht so gut gefallen hat wie der Hafen in Riva oder Limone. Aber folgende eyecatcher möchte ich noch zeigen:

Fazit: Trotz Wetter war ich einfach nur happy und für mich steht fest: Ich muss ganz bald wieder in die Berge – ich hab Blut geleckt!! 🙂 🙂

 

 

1 Kommentar auf “Wanderung Monte Altissimo, Monte Baldo

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